Praxis für Hypnosetherapie und Hypnobirthing Angela Blumberger Diplom-Psychologin
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ADHS bei Mädchen/Frauen



ADHS zeigt sich bei Mädchen völlig anders als bei Jungen, daher werden Mädchen seltener diagnostiziert als Jungen. Die Inzidenzrate liegt bei 1:7, d. h. auf sieben neu diagnostizierte Jungen kommt ein neu diagnostiziertes Mädchen. Da Experten von einer Inzidenzrate von 1:1 ausgehen, sind sechs von sieben Mädchen nicht diagnostiziert. Die Rate der medikamentös behandelten Vorschul-Kinder liegt bei 1:16, d. h. auf 16 medikamentös behandelte Jungen kommt ein medikamentös behandeltes Mädchen. Im Gegensatz zu Jungen sind Mädchen mit ADHS bis zum siebten Lebensjahr selten verhaltensauffällig. „ADHS-betroffene Mädchen werden oft erst in der Pubertät auffällig. Sie fallen leistungsmäßig zurück, haben Schwierigkeiten, Gelerntes umzusetzen; ihre hohe Ablenkbarkeilt, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und die kurze Aufmerksamkeitsspanne widerspiegeln sich in unzureichenden Hausaufgaben und Arbeiten in der Schule.“ Da nach dem ICD-10 ohne Hyperaktivität keine ADHS Diagnose gestellt werden kann, es allerdings viel seltener hyperaktive Mädchen gibt, werden die viel typischeren unaufmerksamen, träumenden Mädchen (und Jungen) gar nicht erfasst. Die häufig benutzten ADHS-Inventare wie KATE und HASE, die in Anlehnung an den ICD-10 entwickelt worden sind, erfassen daher überwiegend die Kriterien der Hyperaktivität und weniger Symptome der Unaufmerksamkeit. Diese Mädchen sind schon immer anders und auffällig gewesen, haben unter ihren Herausforderungen stark gelitten und wurden nie behandelt. Hinzu kommen die stereotypischen Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen; wenn ein Mädchen verträumt, kreativ, poetisch, „brav“, freundlich und sozial-engagiert ist, dann fällt es kaum auf, manchmal wird es auch als dumm oder faul wahrgenommen. Frauen mit AD(H)S wurden häufiger in der Vorgeschichte mit Depressionen, Ängsten, bipolare Störung, Borderline und Substanzmittelmissbrauch diagnostiziert.

Wenn Frauen bzw. Mädchen bereits einen als hyperaktiv diagnostizierten ADHS-Bruder haben, empfiehlt sich ein Screening auf ADHS bzw. ADS. Es wird ebenfalls ein Screening bei den Töchtern von ADHS diagnostizierten Müttern empfohlen. Neurodiversität im Sinne von ADHS/ADS und Autismus-Spektrum innerhalb einer Familie kommt häufig vor. Auch in der Partnerschaft finden sich häufig ein Mensch mit ADHS und ein anderer mit Autismus.

Bei Dyskalkulie und/oder Legasthenie (auch als „Teilleistungsstörung“ bezeichnet) sollte ebenfalls ADHS ausgeschlossen werden und andersrum.

Ich habe einen Fragebogen/Checkliste zur Selbsteinschätzung entwickelt für Frauen mit ADHS (diese ist nicht offiziell und ersetzt keine gründliche Diagnostik) 107 Fragen ADHS bei Frauen

adhsPippi L
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